Super mario galaxy

Super Mario Galaxy Film Filmszene

Viel Bewegung, wenig Substanz

Ein visuell überdrehtes Abenteuer, das sich mehr wie ein Videospiel-Level anfühlt als wie ein Film

Manchmal sagt es schon alles, wenn man nach dem Kinobesuch vor allem eines möchte: den Controller in die Hand nehmen. The Super Mario Galaxy Movie liefert genau dieses Gefühl – nur leider nicht unbedingt das, das man sich von einem wirklich guten Film erhofft.

Ein Film, der genau das tut, was man erwartet

Auf den ersten Blick macht der Film vieles richtig. Unter der Regie von Aaron Horvath und Michael Jelenic entsteht ein kunterbuntes, energiegeladenes Abenteuer, das sich durch unterschiedlichste Welten bewegt – ganz im Stil der beliebten Jump-&-Run-Vorlage.

Es gibt rasante Verfolgungsjagden, überdrehte Action, ständig neue Settings und eine Bildsprache, die nie stillsteht. Wüsten, Dschungel, futuristische Arenen – alles wird im Sekundentakt abgearbeitet. Und ja: Das macht Spaß. Zumindest für eine Weile.

Doch genau hier liegt auch das Problem.

Ein Level statt einer Geschichte

Der Film fühlt sich weniger wie eine Erzählung an – und mehr wie ein durchgespieltes Level. Eine Abfolge von Herausforderungen, Schauplätzen und Actionmomenten, die nicht organisch ineinandergreifen, sondern einfach aufeinander folgen.

Szenen entstehen nicht aus einer erzählerischen Notwendigkeit heraus, sondern wirken oft wie direkte Übersetzungen aus dem Spiel: „Was wäre ein cooles nächstes Level?“ statt „Was braucht die Geschichte jetzt?“

Das sorgt für Tempo, aber nicht für Tiefe. Für Bewegung, aber nicht für Entwicklung.

Super Mario Galaxy Film Filmszene

Geliebte Figuren ohne echtes Leben

Besonders schade ist dabei der Umgang mit den Figuren. Mario, Peach und Co. gehören zu den bekanntesten Charakteren der Popkultur – und bleiben hier dennoch erstaunlich blass.

Sie funktionieren weniger als Figuren mit eigenen Motiven und Entwicklungen, sondern vielmehr als Spielfiguren im wahrsten Sinne: Sie werden von einer Situation in die nächste geschoben, ohne dass wir sie wirklich neu kennenlernen.

Gerade weil man diese Charaktere eigentlich liebt, fällt das umso mehr ins Gewicht. Der Film nutzt nicht die Chance, ihnen mehr Tiefe oder neue Facetten zu geben.

Bunt, laut – und schnell vergessen

Visuell ist The Super Mario Galaxy Movie ein Dauerfeuer: Es blitzt, es kracht, es rast von einem Setpiece zum nächsten. Die Energie ist da, keine Frage. Aber sie bleibt an der Oberfläche.

Was fehlt, sind die ruhigen Momente. Die Szenen, in denen man diese Welt wirklich spüren kann. In denen Figuren atmen dürfen. In denen etwas hängen bleibt.

So entsteht ein Film, der zwar unterhält, aber kaum nachwirkt.

Vielleicht genau das, was er sein will – aber reicht das?

Man könnte argumentieren, dass genau das die Idee hinter dem Film ist: das klassische Videospielgefühl einzufangen. Dieses permanente Weiter, dieses „Was kommt als Nächstes?“, dieses Level-Hopping.

Und ja, das gelingt dem Film durchaus.

Aber die entscheidende Frage bleibt: Reicht das, um daraus einen guten Film zu machen?

Für mich nicht ganz.

Super Mario Galaxy Film Filmszene

Fazit: Mehr Spiel als Film

The Super Mario Galaxy Movie ist ein energiegeladenes, visuell reizvolles Spektakel, das seine Vorlage klar erkennt – aber wenig darüber hinausgeht. Es liefert genau das, was man erwartet, aber kaum mehr.

Und vielleicht ist das bezeichnendste Fazit dieses Films ein ganz anderes:

Er macht Lust aufs Spielen – nicht aufs Wiedersehen.

Super Mario Galaxy Film Kinoposter
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